Gesellschaft für außergewöhnliche IdeenEine recht seltsame Rezension des Galilei Syndroms bei amazon:
Das Buch beschreibt die
Misslage zwischen den bereits heute in der Schublade liegenden
Lösungen für
alltägliche Probleme und der Industrie, die oft genug nur dran
interessiert
ist, bereits eingeführte Produkte des Gewinns wegen beizubehalten.
Doch was als
Buchthema sehr interessant daherkommt, enttäuscht jedoch in der
Umsetzung
dieses Werkes von Armin Witt. Es sind nur wenige Erfinder und ihre
Entdeckungen
beschrieben, so das sich ein richtiger Überblick nicht gebildet
werden kann.
Zum weiteren ist die Erklärung, worum es überhaupt im
Einzelnen geht, in
keinster Weise geglückt. In verschiedenen Kapiteln kommt einem der
Verdacht
hoch, der Autor selbst habe die Funktionsweise der Erfindungen, wie zum
Beispiel Stromerzeugung aus
dem Nichts, nicht verstanden.
Überdeckt wird dieses
durch unnötige Erklärungen über physikalische
Grundlagen, die mehr aus
Behauptungen bestehen, als aus sachlicher Beschreibung. Dazu kommt die
Aufforderung des Autors, der Leser 'müsse dieses Kapitel nun sehr
aufmerksam
lesen', womit dem Verständnis trotzdem nicht gedient
ist. Als
Leser gewinnt man
den Eindruck, dass es sich eigentlich gar nicht um die Einführung
neuer
Erleichterungen und Verbesserungen bestehender Produkte handelt,
sondern
vielmehr wird ein Gefecht mit unsichtbaren Gegnern ausgetragen, an dem
sich der
Leser gefälligst zu beteiligen habe. Zum weiteren wird nicht auf
die
Problematik eingegangen, dass auch der Entwickler sich um Umsetzung zu
bemühen
hat, und falls notwendig selbst zur Vermarktung zu greifen. Insgesamt
ist von
dem Werk abzuraten
Erstaunlich, was der anonyme Rezensent aus Aachen ins „Das Galilei Syndrom – Über unterdrückte Erfindungen und Entdeckungen“ von Armin Witt hineininterpretiert. Ist es Boshaftigkeit, oder nur die weit verbreitete Technikfeindlichkeit gewisser religiöser wie akademischer Erfüllungsgehilfen? Dieser anonyme Rezensent disqualifiziert sich als Leser wie auch als Schreiber vollends mit der ebenso hölzernen wie gewagten Formulierung: „In verschiednen Kapiteln kommt einem der Verdacht hoch, der Autor selbst habe die Funktionsweise der Erfindungen, wie zum Beispiel Stromerzeugung aus dem Nichts, nicht verstanden.“ Stromerzeugung
aus dem Nichts? – Wer soll das verstehen? Und
wie soll das funktionieren? Von Ehefrauen wissen wir seit Mark Twain,
dass sie aus dem Nichts einen Hut, einen Salat oder einen Ehekrach
zaubern können. Doch Strom aus den Nichts bleibt auch ihnen ein
frommer Wunsch. Auch die Redaktion und Geschäftsführung von amazon scheint nicht ganz bei Trost zu sein, wenn sie sich seit Jahren derartigen Unsinn ihres Rezensenten unkommentiert und unkommentierbar zu eigen macht. Ich beschreibe stattdessen im einleitenden Kapitel in groben Zügen die Entwicklungsgeschichte unserer Naturwissenschaften und Technik an zahllosen und leicht nachvollziehbaren Beispielen seit Gutenberg über Robert Meyer bis Rudolf Diesel bis in die Gegenwart. Diese Entwicklungsgeschichte der Technik und Naturwissenschaften ist gespickt mit Ignoranz, wie sie auch in der amazon-Rezension sehr bezeichnend zum Ausdruck kommt. In weiteren
Kapiteln stelle ich sechs Erfinder und Entdecker
der Gegenwart vor und dokumentiere, von wem sie wie, wann, wo und warum
malträtiert werden. Hierbei geht es um den deutschen
Brückenbau, den
Motorenbau, die Elektrosicherheit und den Elektrosmog der
Stromerzeuger. Im anschließenden Kapitel
über Nikola Tesla („Der Dichter der Elektrizität“) und Robert
Groll („Energie
im Überfluss“) setze ich mich sachlich mit dem auseinander, was
als
Verschwörungstheorien über angeblich „Freie Energie“ in die
Welt gesetzt wird –
und dem der/die anonyme Rezensent/in aufgesessen ist und zu
dümmlichen Fabulierung
wie „Stromerzeugung aus dem Nicht“ verführt hat. Die
aktualisierte Neuauflage des Galilei Syndroms“ ist weiterhin in
Vorbereitung.
Armin Witt
Zur
Kenntnisnahme: Gefälschte
Kundenrezensionen
Nachdem
Spiegel-Online, die FAZ und jüngst Telepolis schon von fingierten
Kundenrezensionen bei Amazon berichtet hatten, meldet sich nun erstmals
ein betroffener
Verlag zu Wort. Auf seiner Website warnt der IT-Fachverlag Galileo
Press Käufer
von Computerbüchern davor, allzu unkritisch die Kundenrezensionen
bei Amazon zu
Rate zu ziehen. Der Verlag behauptet, dass der Produktbereich
Computerbuch
schon seit Jahren von einer Flut gefälschter Kundenrezensionen
überzogen wird.
Nach Meinung des Verlages stehe Amazon in der Pflicht, endlich sein
Kundendialogsystem wirksam vor Missbrauch zu schützen.
Nach
Schätzung von Galileo Press wurden seit 2004 an die 1.000
gefälschte
Rezensionen zu Computerbüchern und -Videolernkursen bei Amazon
eingestellt.
Eine Analyse dieser Pseudo-Rezensionen ließen den Verlag zu dem
Schluss kommen,
dass es sich um eine regelrechte Desinformations-Kampagne handelt,
deren
Urheber vermutlich ein einzelnes Autorenpaar ist. Laut Galileo Press
hat Amazon
diesen Verdacht insofern bestätigt, als die Bücher dieses
Autorengespanns
mittlerweile aus dem Amazon-Sortiment gestrichen wurden.
Gleichwohl
scheint die Kampagne weiterzugehen. Doch während früher, so
der
Verlag, durch Negativ-Rezensionen einzelne Bücher schlechtgemacht
wurden,
tauchen in letzter Zeit massiv Pseudolob-Rezensionen auf. Auf
Verlegerseite
vermutet man, dass durch diese offensichtlich gefälschten
Lobrezensionen echte
Leserstimmen gezielt unglaubwürdig gemacht werden sollen - wenn
nicht gar das
ganze Amazon-Rezensionssystem. Außerdem bringen sie die
IT-Verlage und deren
Autoren in den Verdacht, als vermeintliche Nutznießer des
Leserlobs deren
Urheber zu sein.
Diese aktuelle Entwicklung veranlasst Galileo Press nun, an die Öffentlichkeit zu gehen. Mit seiner Warnung vor Pseudo-Kundenfeedback bei Amazon will der Verlag nicht nur von sich selbst und seinen Autoren weiteren Schaden abwenden. "Uns geht es auch um den Ruf der IT-Verlagsbranche und darum, das Amazon-Rezensionssystem vor seiner Zerstörung durch Missbrauch zu bewahren", so Galileo-Verlagsleiter Tomas Wehren. Die IT-Verlage stünden schon lange miteinander in Kontakt, um Amazon zu geeigneten Gegenmaßnahmen zu bewegen. Fast täglich kommunizierten die Verlage mit dem Amazon Customer Service, um offensichtlich gefälschte Rezensionen zu reklamieren und um deren Löschung zu bitten. Nicht nur die negativen, auch die Lobrezensionen zu eigenen Produkten. Amazon habe mittlerweile auch Art und Ausmaß des Problems erkannt und bemühe sich redlich, das Rezensionssystem wieder zu säubern. Der Kern des Problems, so Wehren, sei aber die leichte Missbräuchlichkeit des Leserstimmen-Tools. "Jeder Berufene und Unberufene kann mehr oder weniger ungehindert bei Amazon veröffentlichen, was er will, ohne sich irgendwie ausweisen oder verantworten zu müssen. Das erleichtert natürlich das Entstehen von attraktivem kostenlosem Content. Es erleichtert aber auch den Missbrauch." Es bedarf einer grundsätzlichen Lösung, so weiß sich Wehren mit seinen Verlegerkollegen einig, und diese Lösung könnte so aussehen, dass ein Veröffentlichungsrecht nur solche Kunden erhalten, die bei Amazon ein gültiges Kundenkonto haben.
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